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	<title>Volkmar Kobelt &#187; Menschenwürde</title>
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	<description>Gedanken und vielleicht Erinnerungen</description>
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		<title>Menschenleben gegeneinander aufrechnen</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 17:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volkmar Kobelt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Zusammenhang mit dem Versuch, per Gesetz den Abschuss eines von Terroristen gesteuerten Passagierflugzeugs kurz vor dessen Ziel zu erm&#246;glichen, um den Tod von Unschuldigen (zus&#228;tzlich zu dem der Passagiere) zu verhindern, wurde unter anderem gesagt, dass in keinem Fall Menschenleben gegeneinander aufgerechnet oder abgewogen werden d&#252;rften. Also hier etwa die Rettung von Menschen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zusammenhang mit dem Versuch, per Gesetz den Abschuss eines von Terroristen gesteuerten Passagierflugzeugs kurz vor dessen Ziel zu erm&#246;glichen, um den Tod von Unschuldigen (zus&#228;tzlich zu dem der Passagiere) zu verhindern, wurde unter anderem gesagt, dass in keinem Fall Menschenleben gegeneinander aufgerechnet oder abgewogen werden d&#252;rften. Also hier etwa die Rettung von Menschen in einem Hochhaus (oder einem Stadion) gegen die Verk&#252;rzung um Sekunden bis Minuten der Rest-Lebenszeit der Flugzeug-Passagiere. Dar&#252;ber ist nicht zu verf&#252;gen.</p>
<p>Das erinnert mich an die (konstruierte aber m&#246;gliche) Situation, von der ich einmal geh&#246;rt habe: Ein Diensthabender in einem Stellwerk an einem Ablaufberg zum Sortieren von Eisenbahnwagen sieht Kinder einer Schulklasse auf dem Gleis, auf dem ein rollender Wagen weiterrollen soll. Er hat aber noch die M&#246;glichkeit, eine Weiche so zu stellen, dass der Wagen auf ein anderes Gleis geleitet wird. Dort aber entdeckt er einen arbeitenden alten Mann. Darf er die Weiche stellen, weil er den Mann f&#252;r nicht so wichtig h&#228;lt wie die Kinder-Gruppe? Die Antwort w&#228;re wohl: Nein, die Hand vom Hebel lassen! Aber ich w&#252;sste wohl, was ich impulsiv vermutlich t&#228;te. &#8211; Wenn man nun mal nicht ber&#252;cksichtigt, welche Vorstellungen da im Einzelnen hineinspielen (wie vielleicht die Hoffnung, dass der Alte eher als die ganze Gruppe noch rechtzeitig etwas merkt): Mal angenommen, nach der Tat w&#228;re immer noch etwas Zeit, den Fehler zu bemerken und zu korrigieren: Dann d&#252;rfte man aber nach dem Prinzip, dass der Hebel nun mal so steht wie er steht und man da nichts zu entscheiden hat, ihn auch nicht mehr zur&#252;cklegen. Oder vielleicht doch, da  man nicht neu Menschenleben gegeneinander abw&#228;gt, sondern nur einen Fehler korrigiert?</p>
<p>Das betrifft wohl die Frage, inwieweit (in der in Rede stehenden Situation) der Unterschied zwischen einem technischen Handeln und dem Unterlassen dieses Handelns allein zu verschiedenen Bewertungen einer damit verbundenen Entscheidung f&#252;hren kann. Also im Fall des von Terroristen gesteuerten Flugzeugs: Angenommen, dass das Flugzeug infolge einer St&#246;rung in einer Minute abzust&#252;rzen droht, aber eine Hilfe vom Boden aus die Ausf&#252;hrung des terroristischen Vorhabens doch noch erm&#246;glichen k&#246;nnte, so dass die Passagiere wenige Minuten l&#228;nger zu leben h&#228;tten bis um Erreichen des Ziels der Terroristen. Ist dann dieses Beheben geboten? Falls nicht, wird dann hier wie im obigen einfachen Beispiel die moralische Bewertung vom technischen Aufwand abh&#228;ngig gemacht, der mit der Entscheidung verbunden ist. Das &#8220;Aktivere&#8221; ist jeweils verboten?</p>
<p>Die Maxime f&#252;r eine Situation, in der jede Entscheidung mit einem Verlust von Leben unschuldiger Menschen verbunden w&#228;re, ist dann anscheinend: Die Handlung zu w&#228;hlen, die den kleinsten Aufwand  kostet. -</p>
<p>Eigentlich hatte ich die Abschuss-Problematik nur als Aufh&#228;nger zur schnellen Darbietung einer Einzel-Frage nutzen wollen. Kann mir nun aber nicht verkneifen, die Beachtung einer gerade per Suchmaschine gefundenen Arbeit zu empfehlen, in der wesentliche weitere Aspekte dazu detailliert dargeboten werden: <a href="http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-4529/diss_dessauer.pdf">http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-4529/diss_dessauer.pdf</a></p>
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